


|
|
Dienstag, 14. Dezember 2010
MAURICE STEGER, FLÖTE
HILLE PERL, GAMBE
LEE SANTANA, LAUTE
SEBASTIAN WIENAND, CEMBALO
20 Uhr
Konzerteinführung 19.15 durch Carsten Dürer
Der Corelli-Kult im englischen Barock
Francesco Maria Veracini (1690-1768)
Sonata a Moll per flauto e basso
Overtura – Allegro – Paesana – Largo – Giga ‘Il Postiglione’
aus: Sonate a Violino o Flauto solo, Opera prima, Dresden 1721
Arcangelo Corelli (1653-1713)
Sonata Nr. 8 op. 5 in e Moll
Preludio. Largo – Allemanda. Allegro – Sarabanda. Largo – Giga. Allegro
aus dem Manchester Manuscript, die Verzierung der Oberstimme stammt möglicherweise von Pietro Castrucci
Nicola Matteis (um 1650-um 1710)
Aus: The False Consonances of Musick, 1682
Prélude, Aria, Aria
Arcangelo Corelli (1653-1713)
Sonata Nr. 7 op. 5 in d Moll
Preludio. Vivace – Corrente. Allegro – Sarabanda. Largo – Giga. Allegro
aus dem Manchester Manuscript, die Verzierung der Oberstimme stammt möglicherweise von Pietro Castrucci
Anonymus
Ground über Corelli’s Sarabanda aus der 7. Sonate
Sarabanda. Lagro
aus dem Durham Manuscript. Diese Variationskette stammt möglicherweise von Francesco Geminiani, William Babell oder Johann Mattheson
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Sonate g-Moll für Viola da gamba und B.c., (Op.1/6), HWV 364b
Larghetto - Allegro - Adagio - Allegro (ca. 1724)
Arcangelo Corelli (1653-1713)
Sonata Nr. 10 op. 5 in F Dur
Preludio. Largo – Allemanda. Allegro – Sarabanda. Largo – Giga. Allegro – Gavotta con variazioni. Allegro
aus dem Walsh Anon (California) Manuscript, die Verzierungen stammen möglicherweise von William Babell
Obwohl Corelli selbst nie englischen Boden betreten hat, ist er der unangefochtene Darling der Londoner Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Die Musiker um Händel erkennen rasch, dass das Verwenden von Themen Corellis weitaus erfolgversprechender ist als die Aufführung eigener Werke. Bald schon haben sie Variationen und neue Versionen von Corelli'schen Themen im Repertoire.
In den Folgejahren entsteht zur Sonatensammlung op. 5 eine ungeheure Anzahl virtuoser Bearbeitungen. Diese Musik trifft exakt den Geschmack der Zeit, und die ursprünglich als Violinsonaten komponierten Stücke werden bald in jeder erdenklichen Besetzung aufgeführt. Was heute in der Populärmusik als Coverversion bezeichnet wird, war damals gängige Praxis.
Francesco Geminiani, James Paisible, Pietro Castrucci, John Loeillet, William Babell, Robert Valentine … das sind nur einige Komponisten, die Corellis Musik verwendeten und ihr mit virtuosesten Variationen ihren eigenen Stempel aufdrückten. Maurice Steger, Hille Perl, Lee Santana und Sebastian Wienand wollen es uns zeigen.
|
|
Hille Perl, Lee Santana und Maurice Steger sowie Sebastian Wienand
|